Vergangene Sonderausstellungen


Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa

15.05.–20.09.2020, Haus der Jugend, Wuppertal

"Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus". So hebt das von Friedrich Engels und Karl Marx verfasste Kommunistische Manifest 1848 an, um mit dem kämpferischen Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ zu enden.
In vielen anderen Schriften setzte sich Friedrich Engels mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen und Verwerfungen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auseinander. Zusammen mit Karl Marx hat er eine Kritik und Theorie des Kapitalismus formuliert, die bis heute wirkmächtig ist. Damit zählt Friedrich Engels zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, die die Geschichte bis heute beeinflusst haben.
Friedrich Engels` 200.Geburtstag feiert Wuppertal mit einer Sonderausstellung im „Haus der Jugend“, unweit zu seinem Geburtsort in Barmen. Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Sie schildert sein bewegtes Leben zur Zeit der „Industriellen Revolution“, das ihn von Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat. 

 

Projektverantwortliche

Projektleitung: Dr. Lars Bluma

Kuratorenteam: Heike Ising-Alms (leitende Kuratorin), Thorsten Dette, Marina Mohr, Reiner Rhefus

Wissenschaftlicher Beirat: Dr. Anja Kruke (Archiv der sozialen Demokratie/Friedrich-Ebert-Stiftung), Prof. Dr. Wilfried Nippel (Humboldt Universität zu Berlin), Dr. Regina Roth (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften/MEGA), Prof. Dr. Clemens Zimmermann (Universität des Saarlandes)

Organisation und Verwaltung: Marcus Issel

Exponat- und Leihmanagement: Alexandra Barbian

Finanzen: Birgit Verkennis

Werbung und Merchandising: Birgit Hoseit-Veljovic

Technik: Jochen Reuter, Kevin Emmerlich

Gestalterbüro: Space4

 


Empor aus Nacht zum Licht - Die Revolution 1918/1919 im Wuppertal

21.01.-15.03.2019, Rathaus Elberfeld

Kriegsende, Revolution, Gründung der Republik, die erste demokratische Kommunalwahl und Reichsverfassung: Die Jahre 1918/19 haben ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen und sind dennoch nicht immer hinreichend gewürdigt, stets aber kontrovers diskutiert worden.
Aus Anlass des 100. Jahrestages all dieser Ereignisse haben die Bergische Volkshochschule, das Historische Zentrum Wuppertal und der Bergische Geschichtsverein, Abteilung Wuppertal, unterstützt von Schulen und Vereinen, ein Programm erstellt, das die verschiedenen Aspekte – insbesondere auch die lokalhistorischen Ereignisse - des Revolutionsjahres beleuchtet. Diese werden aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: politik- und demokratiegeschichtlich, aber auch bildungs- und kulturgeschichtlich. Die handelnden Akteure dieser lange Zeit „vergessenen Revolution“ kommen ebenso zu Wort wie die Kontroversen um Möglichkeiten und Grenzen, Konflikte und Widersprüche dieses historischen Wendepunktes, der die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland, die Weimarer Republik, ermöglichte. Viele der Veranstaltungen und der verschiedenen Formate suchen diese Geschichte(n) werden anhand lokaler Beispiele veranschaulicht und erzählen so aus unterschiedlichen Blickwinkeln Kapitel aus der Geschichte der entstehenden Demokratie im Wuppertal.


Prof. Dr. Jochen Johrendt / Bergischer Geschichtsverein, Dr. Detlef Vonde / Bergische VHS, Dr. Lars Bluma / Zentrum für Stadtgeschichte und Industriekultur Wuppertal

Kurator der Sonderausstellung: Reiner Rhefus (Zentrum für Stadtgeschichte und Industriekultur Wuppertal)


Märkte, Maße und Moneten

15.04. - 31.08.2018, Museum für Frühndustrialisierung

AUSSTELLUNG ZUR GELDGESCHICHTE UNSERER REGION MIT BESONDERER PRÄSENTATION DER GOLDWAAGENSAMMLUNG FRIEDRICH WILHELM KRUSE

Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung des Geld- und Handelsverkehrs im 18. und 19. Jahrhun­dert und die zunehmende Bedeutung des Geldes für das Wirtschaftsgeschehen. Sie zeigt die Überwin­dung der Zersplitterung des deutschen Wirtschafts­raums und die Vereinheitlichung von Währungen und Gewichten im Deutschen Zollverein.

Dies ist die letzte Sonderausstellung des Historischen Zentrums vor der vorübergehenden Schließung des Museums für Frühindustrialisierung.


Technische Paradiese: Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts

08.10.-10.12.2017, Historisches Zentrum Wuppertal

Die großen technischen Innovationen des 19. Jahrhunderts – Dampfmaschine, Eisenbahn, Fotografie, Telegrafie und Automobil – verbreiteten sich relativ schnell und umfassend im damaligen Alltag. Von den Großstädten und den frühindustriellen Fabriken ausgehend, kamen die Neuheiten bald auch auf dem Land, den Flüssen und an den Küsten an. Die Beschleunigung der Produktionsabläufe und Reisewege hatte solch tiefgreifende Auswirkungen auf die Bevölkerung, dass sich die althergebrachte Wahrnehmung von Raum und Zeit veränderte und anpasste. Mit einer Mischung aus Faszination, Überraschung und Angst reagierten die Menschen auf die technischen Maschinen. Gleichzeitig regten diese neuen Erfindungen die Phantasie der Zeitgenossen an und es entstanden Zukunftsvorstellungen, die von paradiesischen Zuständen bis hin zu dystopischen Zukunftsprognosen der Versklavung der Menschen durch Maschinen reichten.
Die Karikatur war das perfekte Medium, um das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine in humoristischen und kritischen Zeichnungen zu dokumentieren. Publiziert wurden sie als Einzelblattdrucke, in Zeitungen oder Satirezeitschriften und standen so bald einem großen Publikum zur Verfügung. Je mehr die Karikatur durch hohe Auflagen zu einem Massenmedium wurde, desto mehr verdankte sie ihren eigenen Erfolg den Maschinen, nämlich den stetig verbesserten Druckerpressen.
Das Historische Zentrum Wuppertal zeigt in der Sonderausstellung die großen Namen der europäischen Karikatur des 19. Jahrhunderts, wie George Cruikshank, Grandville, Honoré Daumier und Albert Robida, und wie sie humoristisch, aber auch kritisch – zwischen Überraschung und Befürchtung – die technischen Errungenschaften ihrer Zeit kommentierten.
Anlässlich der Ausstellungseröffnung wird am 08.Oktober das Musikhörspiel „20.000 Meilen unter dem Meer“ des Komponisten Henrik Albrecht nach dem gleichnamigen Abenteuerroman von Jules Verne aufgeführt, präsentiert vom Kinderchor und Jugendchor Young Voices der Bergischen Musikschule Wuppertal. Die Sonderausstellung wird von einem umfangreichen Essayband mit zahlreichen Abbildungen (Athena Verlag, 19,90) begleitet.

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