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Wuppertal ist dabei!

ZSI ist Mitglied im nationalen Netzwerk

Das Zentrum für Stadtgeschichte und Industriekultur Wuppertal ist Mitglied in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratigeschichte geworden. 

Damit sind wir nun Teil eines nationalen Netzwerks, dessen Ziel es ist, die Wahrnehmung der deutschen Demokratie- und Freiheitsgeschichte lokal, regional und deutschlandweit zu fördern und darüber demokratische Teilhabe und Zivilcourage anzuregen. Im Sommer hat der Bundestag eine Stiftung gegründet, um die Tätigkeiten des Netzwerks zu unterstützen. In der AG Orte der Demokratiegeschichte sind zahlreiche Stiftungen, Erinnerungsstätten und Museen vertreten, die sich dem Ansatz einer identitätsstiftenden Demokratieerinnerung verpflichtet fühlen.

Wichtige inhaltliche Schwerpunkte, die insbesondere das Stadtarchiv Wuppertal, das Engels-Haus und das Museum für Frühindustrialisierung in das Netzwerk einbringen sind die Geschichte der bürgerlichen Emanzipationsbewegung, die Entstehung sozialistischer Ideen und die Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, die sich, so unser Verständnis, in der Revolution 1848/49 in Wuppertal historisch kreuzen. Die gesellschaftliche Dynamik der Industrialisierung und die damit verknüpfte soziale Frage sollen in der zukünftigen Dauerausstellung im Museum für Frühindustrialisierung auch unter demokratiehistorischen Perspektiven vermittelt werden. Museumspädagogisch soll hier ein Brückenschlag in die Gegenwart erfolgen (z.B. zur sozialen Frage in einer globalisierten Wirtschaft heute). Im Engels-Haus werden am Beispiel der Persönlichkeit Friedrich Engels alternative Freiheits- und Demokratieverständnisse vermittelt. Damit leistet das Zentrum für Stadtgeschichte und Industriekultur einen wichtigen Beitrag zum Verständnis unserer heutigen demokratischen Gesellschaft.

Wir freuen uns darauf, in Zukunft Wuppertal stärker auf der Landkarte der Orte der Demokratiegeschichte sichtbar zu machen.

 

Präambel des Gründungsdokuments der AG Orte der Demokratiegeschichte:

"Deutschland hat Anteil an der langen europäischen Demokratie- und Freiheitstradition. Das Wissen um diese Wurzeln ist in unserer Gesellschaft vielfach verschüttet. Es ist vergessen, dass unser demokratischer, freiheitlicher und sozialer Rechtsstaat von vielen Menschen in unserem Land in politischen und teilweise militärischen Auseinandersetzungen unter zahlreichen Opfern erst erkämpft werden musste.

Auf diesem mühsamen, über zwei Jahrhunderte dauernden Weg Europas in die demokratische Gesellschaft wurde ein Grundwertekanon entwickelt, auf dem das gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland beruht.

Auch heute gilt: Demokratie, Grund- und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Sie müssen immer wieder aufs Neue erkämpft und verteidigt werden. Sich dies bewusst zu machen, ist ein erster wichtiger Schritt, Demokratie, Grund- und Menschenrechte in unserer Gesellschaft zu stärken. Unverzichtbar und wichtig bleibt dafür auch die Erinnerung an das Unrecht und die Verbrechen in der deutschen Geschichte, insbesondere in den beiden deutschen Diktaturen."

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