Prof. Dr. Michael Ansel, Prof. Dr. Anne-Rose Meyer, Dr. Lars Bluma und Reiner Rhefus bei der Eröffnung der Kabinettausstellung
Das Musikalisch-Literarische Quartett aus Detmold
Im Forum wurde nach dem Vortrag von Heike Ising-Alms angeregt diskutiert
Der Vortrag von Kathrin Nühlen, M.A. gab einen Einblick in die ostdeutsche Filmgeschichte
Dr. Bernd Füllner stelle in der Zentralbibliothek den Freiligrath-Verein und das Elberfelder Literaturkränzchen dem interessierten Publikum vor

Georg Weerth - Wegbereiter der Demokratie

Ein Rückblick

Vom 13. bis 23. November fand in Wuppertal eine Veranstaltungsreihe zu Ehren des Detmolder Dichters Georg Weerth statt. Über 150 Menschen besuchten die Veranstaltungen von Museum Industriekultur, Bergischer Universität und Forum Vormärz Forschung.

Gerahmt wurde die Veranstaltungsreihe "Georg Weerth - Wegbereiter der Demokratie" durch die Kabinettausstellung „Kein schöner Ding ist auf der Welt, als seine Feinde zu beißen...“. Die ursprünglich bis 29. November 2022 zu besuchende Ausstellung ist nun verlängert worden und ist noch bis zum 11. Dezember 2022 im Tapetenzimmer des Engels-Hauses zu sehen.

Zu Beginn der Veranstaltungsreihe stand ein historisch-literarischer Spaziergang mit Reiner Rhefus durch Barmen und Unterbarmen. Während der Führung, die an der Schwebebahnhaltestelle Landgericht begann, schlüpfte der Wuppertaler Schauspieler Hans-Werner Otto in die Rolle von Georg Weerth, Friedrich Engels und weiteren Zeitgenossen. Die Stadtführung wurde ingesamt zwei Mal, am 13. und  29. November angeboten.

Am 15. November gastierte, im Rahmen der Weerth-Veranstaltungsreihe, das Musikalisch-Literarische Quartett aus Detmold in der CityKirche Elberfeld. Zum 200. Geburtstag des Satirikers und „ersten und bedeutendsten Dichters des deutschen Proletariats“ (Fr. Engels) präsentierte das Quartett, zusammen mit zahlreichen Gästen, einen unterhaltsamen musikalisch-literarischen Zeitspiegel durch die Lebzeiten Georg Weerths.

Am 17. November folgte dann die dritte Veranstaltung der Reihe: „Georg Weerth: Arbeiteraristokratie und Lumpenproletariat im Baum der englischen Glückseligkeit“. In der Veranstaltung des Fördervereins Historisches Zentrum e.V. ging Heike Ising-Alms der Frage der „Lage der Arbeiterklasse“ auf der Grundlage von Georg Weerths Skizzen aus dem sozialen und politischen Leben der Briten nach. Nach dem inspirierenden Vortrag, der auch eine Lesung der Texte Weerths durch Hans-Werner Otto umfasste, schloss sich eine anregende Diskussionsrunde, moderiert von Dr. Lars Bluma an.

Am drauf folgenden Tag widmete sich die Veranstaltungsreihe ganz den bewegten Bildern: "Die letzten Tage des Georg W." ist der Titel eines Films, der in Kooperation zwischen dem DDR-Fernsehen und dem Kubanischen Fernsehen produziert wurde. Am 18. November 2022 wurde der Film im Musiksaal der Bergischen Universität aufgeführt. Vor der Vorführung gab die Literaturwissenschaftlerin Kathrin Nühlen, M.A eine kurze Einführung in den Film und einen Überblick über die Verfilmungen der Texte Weerths in der ehemaligen DDR. Nach dem Film schloss sich eine ausführliche Diskussion über die Weerth-Rezeption in der ehmaligen DDR an.

Geschlossen wurde die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag in der Zentralbibliothek der Stadtbibliothek Wuppertal am 23. November 2022. Hier stellte Dr. Bernd Füllner den Freiligrath-Verein und das Elberfelder Literaturkränzchen dem interessierten Publikum vor. Füllner beleuchtete in seinem Vortrag die Mitglieder und wie diese privaten Lesezirkel organisiert waren.

 

Haspelhäuser an der Friedrich-Engels-Allee

KOOP-LITERA Deutschland 2023

Save the Date

Die KOOP-LITERA Deutschland findet 2023 in Wuppertal statt. Die 10. Arbeitstagung der deutschen Literaturarchive und verwandter Institutionen wird vom 14. bis 16. Juni 2023 von der Bergische Universität Wuppertal und dem Stadtarchiv Wuppertal ausgerichet. Das Programm wird noch bekannt gegeben. Das "KOOP-LITERA " ist ein Netzwerk von deutschen, luxemburgischen, österreichischen und schweizerischen Institutionen, die Nachlässe und Autographen erwerben, erschließen, bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Weitere Infos zum Netzwerk hier.

Verlängert! Georg Weerth Kabinettausstellung

noch bis zum 29. November 2022

Die Kabinettausstellung  „Kein schöner Ding ist auf der Welt, als seine Feinde zu beißen...“, die ursprünglich bis zum 29. November 2022 laufen sollte, ist bis nun bis zum 11. Dezember 2022 im Engels-Haus zu sehen. Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe zum 200. Geburtstag des Dichters Georg Weerth. 

Georg Weerths kurzes Leben fiel in eine literarisch wie politisch hochspannende Epoche zwischen Juli- und Februarrevolution in Paris. Ersten literarischen Versuchen in der Tradition der Rheinromantik folgten Reisebilder („Englische Reisen“), Essays über das soziale und politische Leben in England und satirische Gedichte („Heuler und Wühler“) und Feuilletons („Das Domfest von 1848“) für Marxʼ „Neue Rheinische Zeitung“. Er beendete mit seiner „Proklamation an die Frauen“ in der letzten, Ausgabe der „Neuen Rheinischen Zeitung“ vom 19. Mai 1849 abrupt seine literarische Karriere. Als einzige selbständige Buchpublikation erschien im August 1849 sein satirischer Roman „Leben und Thaten des berühmten Ritters Schnapphahnski“. Bei seinen verschiedenen Lebensstationen lernte Weerth Freiligrath, Püttmann, Moses Hess, Heine und den Kreis um Marx und Engels kennen.

Ort: Engels-Haus, Engelsstraße 10, 42283 Wuppertal
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 4 Euro/ermäßigt: 2 Euro

Keine "Weihnachtspause"

Engels-Haus "zwischen den Jahren" geöffnet

Im Rahmen des Energiespar-Programms der Stadt Wuppertal bleibt die Verwaltung und viele Einrichtungen der Stadt Wuppertal vom 24. Dezember 2022 bis zum 8. Januar 2023 geschlossen. Das Engels-Haus ist von dieser Schließung als wichtige Kultureinrichtung nicht betroffen.

Lediglich an Heiligabend, dem 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, sowie an Silverster und Neujahr bleibt das Engels-Haus regulär geschlossen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

Kartenvorverkauf unter: https://www.wuppertal-live.de/User/888

„Wir wollen dem Wupperthale einen Namen machen...“

Vortrag am Mittwoch

Die Weerth-Veranstaltungsreihe geht weiter mit einem Vortrag von Dr. Bernd Füllner

Freiligrath siedelte im Mai 1837 über nach Barmen, wo er als Handlungskommis arbeitete. Zu dieser Zeit hatte er sich schon als Dichter einen Namen gemacht, da der renommierte „Deutsche Musenalmanach“ mehrere seiner Gedichte veröffentlicht hatte. In Barmen sammelte sich um Freiligrath ein Kreis von Literaten, zu dem der Verleger Langewiesche sowie Hackländer, Püttmann, Zulauff gehörten. Ob Engels ebenfalls an den Treffen teilnahm, ist unklar, denn er zog bereits im Juli 1838 nach Bremen, um dort seine kaufmännische Ausbildung abzuschließen. Die ersten schriftlichen Belege über das Elberfelder Literaturkränzchen um de Haas, Schults, Roeber und Seel datieren von Anfang 1838. Engels beteiligte sich ab 1841 von Berlin aus als korrespondierendes Mitglied. Im Vortrag soll anhand von Briefen und biographischen Skizzen gezeigt werden, wie diese beiden privaten Lesezirkel organisiert waren.

Ort: Zentralbibliothek, Kolpingstr. 8, 42103 Wuppertal
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Wuppertal

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