Engels-Stadtführungen

Friedrich Engels, der Philosoph und Revolutionär, feiert im Jahr 2020 seinen 200. Geburtstag. Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal. Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das Museum Industriekultur Wuppertal interessante Stadtführungen für Gruppen an.
Nähere Infos erhalten Sie beim Ankerpunkt, Tel.: +49 (0)202 563 4375, E-mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de.


Der revolutionäre Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“. 1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die soziale Frage sah. Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift. Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach seiner Amnestie inkognito für eine Nacht in Elberfeld, weil er der preußischen Polizei nicht traute.
Die Führung folgt den Spuren des revolutionären Engels in Elberfeld.


Treffpunkt: Laurentiusplatz (vor der Laurentiuskirche)
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 90 € pro Gruppe

Buchung über den Ankerpunkt
Tel.: +49 (0)202 563 4375
E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de


Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Familie Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, einige Brüder, Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, Weggefährten und mutmaßlichen Ideengebern liegen hier. Reiner Rhefus erzählt anhand der Gräber von den Verbindungen, die Friedrich Engels von England aus in seine Heimatstadt pflegte – Kontakte, die zugleich interessante Einblicke in das Leben und Werk des Philosophen und politischen Publizisten gewähren.


Treffpunkt: Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 90 € pro Gruppe

Buchung über den Ankerpunkt
Tel.: +49 (0)202 563 4375
E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de


Friedrich Engels und das frühindustrielle Wuppertal

Die heutige Friedrich-Engels-Allee war der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels. Entlang der Allee lagen damals Türkischrotfärbereien, Textilfabriken und Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und deren wüstes „Volksleben“ der 19-jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb. Im Gasthof „Zur Stadt London“ traf sich Engels mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete die „kommunistischen Versammlungen“ in Elberfeld vor – die ersten in Deutschland. In der Nachbarschaft logierte Georg Weerth, später ein Freund und Mitstreiter bei der „Neuen Rheinischen Zeitung“. Die Wohn- und Fabrikgebäude in Unterbarmen dokumentieren die industrielle Entwicklung der Stadt, in der Friedrich Engels aufwuchs und die ihn prägte.


Treffpunkt: Schwebebahnstation Völklinger Straße
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 90 € pro Gruppe

Buchung über den Ankerpunkt
Tel.: +49 (0)202 563 4375
E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de


Engels und die Elberfelder Arbeiterbewegung

Friedrich Engels' Leben zu erzählen bedeutet, vom Aufstieg der deutschen und der europäischen Arbeiterbewegung zu berichten. Das Wuppertal galt seit dem Auftreten von Ferdinand Lassalle als die Hochburg der Sozialisten im Rheinland. Im Wuppertal wurden immer wieder Arbeitervertreter in den Reichstag gewählt. Hier war der Sitz der SPD-Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Wuppertaler Sozialdemokraten wie Hugo Hillmann und Carl Eberle standen in Kontakt mit Friedrich Engels. Der Anwalt Hugo Landé und Emil Müller gehörten gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-) Programms. Reiner Rhefus führt durch das Luisenviertel und die Elberfelder Nordstadt und berichtet am Beispiel des Wuppertals vom Aufstieg der sozialistischen Arbeiterbewegung und von der Rolle, die Friedrich Engels dabei einnahm.


Treffpunkt: Laurentiusplatz (vor der Laurentiuskirche)
Dauer: 90 Minuten
Kosten: 90 € pro Gruppe

Buchung über den Ankerpunkt
Tel.: +49 (0)202 563 4375
E-Mail: ankerpunkt@stadt.wuppertal.de

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