Engels-Stadtführungen

immer wieder sonntags

Friedrich Engels lebte ab seinem 20. Lebensjahr in Bremen, Berlin, Köln, Paris, Brüssel, Manchester und London, verlor aber nie den Kontakt zu seiner Heimatstadt Barmen im Wuppertal. Was und wer ihn hier umgaben, wie die Stadt ihn prägte und wie er sich hier einbrachte, dazu bietet das Museum Industriekultur Wuppertal interessante Stadtführungen an. Die Führungen werden an festen Terminen angeboten, sind für Gruppen aber auch frei buchbar.

Kosten/Buchung 
Online-Buchung über Wuppertal Live: https://www.wuppertal-live.de/User/888
Vorverkaufsstellen von Wuppertal Live: https://www.wuppertal-live.de/vorverkaufsstellen

Beratung und Buchung für Gruppen über den Besucherservice: Tel.: +49 (0)202 563 4375
E-Mail:mi-wuppertal@stadt.wuppertal.de

Vollzahler 10 €
ermäßigt 5 €: Anspruch auf Ermäßigung haben Minderjährige im Alter von 6-14 Jahren, Schülern/Schülerinnen, Auszubildende und Studenten/Studentinnen bis 27 Jahre, Personen, die Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII erhalten oder die im Besitz des Wuppertalpasses sind, BFD-, FSJ- oder FÖJ-Leistende, Zahlungspflichtige der Infrastrukturförderabgabe.
freier Eintritt: Kinder von 0-5 Jahren; Begleitperson von Schwerbehinderten, in deren Ausweis die Notwendigkeit ständiger Begleitung vermerkt ist (Merkzeichen „B“ oder „H“).

Bei Gruppenbuchung: 90 € pro Gruppe


Kombiführung: Engelsgarten/Engels-Haus

Im Barmer-Bruch – dem heutigen Engelsgarten – lag die Textilmanufaktur und Fabrikkolonie der Familie Engels. Zwei Bürger- und zwei Arbeiterhäuser sowie die nahegelegene Unterbarmer Hauptkirche, die von Friedrich Engels sen. errichtet wurde, blieben erhalten. Hier verbrachte Friedrich Engels seine Jugend, wurde im frommen Geist der Vorfahren erzogen und sammelte soziale Erfahrungen, die ihm später als Autor von Sozialreportagen, als Philosoph und Politiker von großem Nutzen waren.
Der Engelsgarten wird von drei Denkmälern für den „großen Sohn der Stadt“ und „Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus“ geprägt. Sie sind zugleich Zeugnisse einer durchaus umstrittenen Erinnerungskultur. Im Anschluss entdecken Sie selbständig das Engels-Haus mit der Ausstellung zu Leben und Werk von Friedrich Engels. Der Besuch des Engels-Hauses ist im Preis inbegriffen.

Termine 
Sonntags: 10.04, 08.05., 12.06., 10.07., 14.08., 11.09., 09.10.2022, jeweils 14:00 Uhr.
Als Gruppe auch frei buchbar.

Treffpunkt
Engelsgarten, Engelsstraße, Plastik von Alfred Hrdlicka "Die starke Linke"

Dauer
60 Minuten, anschließend Besuch im Engels-Haus 


Der revolutionäre Engels in Elberfeld

In Elberfeld besuchte der Schüler Friedrich Engels das Gymnasium und war Mitglied des von seinen Freunden gegründeten „Elberfelder Literaturkränzchens“. 1845 kam der spätere Sozialreformer Adolf Kolping als junger Kaplan nach Elberfeld, wo er in seinem katholischen Gesellenverein eine Antwort auf die soziale Frage sah. Zur selben Zeit ging Engels schon weiter, indem er hier an der Herausgabe des „Gesellschaftsspiegels“ arbeitete, einer frühsozialistischen Zeitschrift. Zudem organisierte er die ersten „kommunistischen Versammlungen“ in Deutschland.
Später, während der Revolution von 1848/1849, als die Elberfelder Landwehrsoldaten zum Aufstand riefen, kam er - damals Redakteur der „Neuen Rheinischen Zeitung“ in Köln - zurück ins Wuppertal und stellte sich der Bewegung als Offizier und „Barrikadeninspektor“ zur Verfügung. Sein Freund Karl Marx logierte kurz nach seiner Amnestie inkognito für eine Nacht in Elberfeld, weil er der preußischen Polizei nicht traute.
Die Führung folgt den Spuren des revolutionären Engels in Elberfeld.

Termine
24.04. und 28.08.2022, 14 Uhr.
Als Gruppe auch frei buchbar.

Treffpunkt
Laurentiusplatz (vor der Laurentiuskirche)

Dauer
90 Minuten


Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof

Der Unterbarmer Friedhof ist der „Familienfriedhof“ der Familie Engels. Hier wurden Friedrichs Eltern, einige Brüder, Onkel und zahlreiche Nichten und Neffen bestattet. Auch die Gräber von Jugendfreunden, Weggefährten und mutmaßlichen Ideengebern liegen hier. Anhand der Gräber wird von den Verbindungen erzählt, die Friedrich Engels von England aus in seine Heimatstadt pflegte – Kontakte, die zugleich interessante Einblicke in das Leben und Werk des Philosophen und politischen Publizisten gewähren.

Termin
24.07.2022, 14 Uhr.
Als Gruppe auch frei buchbar.

Treffpunkt
Am Unterbarmer Friedhof 16, Eingang, 42285 Wuppertal

Dauer
90 Minuten


Friedrich Engels und das frühindustrielle Wuppertal

Die heutige Friedrich-Engels-Allee war der Schulweg des Gymnasiasten Friedrich Engels. Entlang der Allee lagen damals Türkischrotfärbereien, Textilfabriken und Kneipen, in denen sich die Heimweber am „Liefertag“ trafen und deren wüstes „Volksleben“ der 19-jährige Engels in seinen „Briefen aus dem Wupperthal“ beschrieb. Im Gasthof „Zur Stadt London“ traf sich Engels mit Moses Hess, seinem Mentor, und bereitete die „kommunistischen Versammlungen“ in Elberfeld vor – die ersten in Deutschland. In der Nachbarschaft logierte Georg Weerth, später ein Freund und Mitstreiter bei der „Neuen Rheinischen Zeitung“. Die Wohn- und Fabrikgebäude in Unterbarmen dokumentieren die industrielle Entwicklung der Stadt, in der Friedrich Engels aufwuchs und die ihn prägte.

Termine
22.05. und 25.09.2022, 14 Uhr.
Als Gruppe auch frei buchbar.

Treffpunkt
Schwebebahnstation Völklinger Straße

Dauer
90 Minuten


Friedrich Engels und der Aufstieg der Arbeiterbewegung

Friedrich Engels' Leben zu erzählen bedeutet, vom Aufstieg der deutschen und der europäischen Arbeiterbewegung zu berichten. Das Wuppertal galt seit dem Auftreten von Ferdinand Lassalle als die Hochburg der Sozialisten im Rheinland. Im Wuppertal wurden immer wieder Arbeitervertreter in den Reichstag gewählt. Hier war der Sitz der SPD-Bezirksleitung für die Preußische Rheinprovinz. Wuppertaler Sozialdemokraten wie Hugo Hillmann und Carl Eberle standen in Kontakt mit Friedrich Engels. Der Anwalt Hugo Landé und Emil Müller gehörten gemeinsam mit Friedrich Engels zu den Autoren des Erfurter (SPD-) Programms. Reiner Rhefus führt durch das Luisenviertel und die Elberfelder Nordstadt und berichtet am Beispiel des Wuppertals vom Aufstieg der sozialistischen Arbeiterbewegung und von der Rolle, die Friedrich Engels dabei einnahm.

Termine
26.06 und 23.10.2022, 14 Uhr.
Als Gruppe auch frei buchbar.

Treffpunkt
Laurentiusplatz

Dauer
90 Minuten

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