Das Museum Industriekultur Wuppertal gibt einen kompakten Blick hinter die Kulissen der Neugestaltung seiner Dauerausstellung. Schritt für Schritt entsteht ein moderner Ort, der die Anfänge der Industrialisierung im Wuppertal lebendig zeigt. Auf dieser Seite präsentieren wir zentrale Elemente der neuen Ausstellung: die unterschiedlichen Lebenswelten von Bürgertum und Arbeiterschaft, die Bedeutung der weltweit gefragten Barmer Flechtwaren sowie erste Highlights wie das Hammerwerk aus dem Kaltenbachtal und die neu aufgebaute, stimmungsvoll beleuchtete „Wupperwand“.
Auch unsere schwebend eingebrachte Kutsche ist nun auf ihrem Platz. Im Raum „Klassenlagen“ stellen wir die Lebensweise des Bürgertums den sozialen Verhältnissen der Arbeiterklasse auf zwei großen Ausstellungstischen gegenüber. Die Kutsche repräsentiert das bevorzugte Transportmittel des Bürgertums. Mit dem Handkarren transportierten die Arbeiter/innen ihr Hab und Gut. Die vielen Alltagsgegenstände, die wir hier ausstellen, zeigen, wie sehr sich die Lebenswelten von Bürgertum und Arbeiterschaft unterschieden. Beide Klassen lebten schon zu Beginn der Industrialisierung in ihrer eigenen Welt.
Barmer Artikel - also Bänder, Schnüre, Spitzen und andere Flechtartikel - waren seit dem 18. Jahrhundert weltbekannt! Im Auftaktraum unseres neuen Museums für Frühindustrialisierung zeigen wir exemplarisch, wie mechanisierte Produktion und steigender Konsum von Modewaren die Frühindustrialisierung im Wuppertal antrieb. Unsere großen Flechtmaschinen und Riemengänge sind inzwischen auf ihren Podesten positioniert, um im nächsten Jahr diese Geschichte anschaulich zu erzählen!
Die Schreiner- und Vitrinenarbeiten für das runderneuerte Museum für Frühindustrialisierung sind inzwischen abgeschlossen. Bereits jetzt sind die ersten Großexponate an ihren vorgesehenen Plätzen angekommen – darunter das beeindruckende Hammerwerk aus dem Kaltenbachtal. Es steht exemplarisch für die lange Tradition der Eisenverarbeitung im Wuppertal, die – neben der Textilgeschichte – einen zentralen Schwerpunkt der neuen Dauerausstellung bilden wird.
Auch ein besonderes Highlight nimmt bereits Gestalt an: Unsere stimmungsvoll beleuchtete „Wupperwand“. Sie wird im neuen Museum die vorindustrielle Geschichte des Textil- und Eisenhandwerks im Wuppertal anschaulich und atmosphärisch erzählen.
Unser neues Bistro nimmt sichtbar Gestalt an. Warmes Holz, Backstein und feine industrielle Details schaffen bereits jetzt eine Atmosphäre, die den Charakter des Museum Industriekultur Wuppertal aufgreift. Die neue Theke, maßgefertigte Regale und die offene Raumgestaltung zeigen, wie einladend dieser Ort einmal sein wird.