Helene Weber
Helene Weber zusammen mit Bundespräsident Theodor Heuss, 1959

Tag des Grundgesetzes

Eine Wuppertalerin hat es mitgestaltet

Der Leuchtturm unserer Demokratie und Freiheit wird 72! Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz erlassen. Es formuliert die demokratischen Prinzipien, auf denen unser  Staat und unsere Gesellschaft beruhen. Nach dem Scheitern der Weimarer Republik und der anschließenden nationalsozialistischen Diktatur schuf es die Grundlage für eine andauernde freiheitlich-demokratische Entwicklung zunächst von Westdeutschland und ab 1990 für das wiedervereinigte Deutschland.

"Frauen und Männer sind gleichberechtigt", so heißt es in Artikel 3, Abs. 2. Dass die Gleichberechtigung der Geschlechter Eingang in das Grundgesetz fand, ist dem Engagement einer Wuppertalerin zu verdanken. Die am 17. März 1881 in Elberfeld geborene Helene Weber war Mitglied im Parlamentarischen Rat, der von September 1948 an in Bonn das Grundgesetz ausarbeitete. Helene Weber engagierte sich schon früh in der Politik, sie war die erste Ministerialrätin in Preußen, Landtagsabgeordnete in Preußen und gehörte dem Reichstag von 1924 bis 1933 an. Ihre politische Heimat war die Zentrums-Partei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte sie am Aufbau der CDU mit und setzte sich in der Frauen Union für die Rechte der Frauen ein. Von 1949 bis zu ihrem Tod 1962 war sie Abgeordnete des Bundestages.

Als eine der vier "Mütter des Grundgesetzes" setzte sie sich im Parlamentarischen Rat vehement für die Gleichberechtigung von Frau und Mann als Grundrecht der neuen deutschen Verfassung ein. "Der reine Männerstaat ist das Verderben der Völker" war eine ihrer Grundauffassungen. Sie überzeugte Konrad Adenauer davon, wenigstens eine Frau als Ministerin in sein Kabinett zu benennen, was mit der Berufung von Elisabeth Schwarzhaupt zur Bundesministerin für das Gesundheitswesen 1961 Früchte trug.

In Wuppertal erinnert an die Frauenrechtlerin Helene Weber ein nach ihr benannter Platz im Quartier Mirke, der mit Mitteln des Landes NRW zu einem "Denkmalort" umgestaltet wird. 

Wir wünschen allen einen schönen Tag des Grundgesetzes!

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