Am Wochenende des 9. und 10. Mai eröffnet das Museum für Frühindustrialisierung in Wuppertal neu – mit freiem Eintritt an beiden Tagen. Unter dem Claim „Für euch“ richtet sich das Museum an ein breites Publikum und lädt dazu ein, die Geschichte der Industrialisierung aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.
„Ich freue mich, dass das Museum für Frühindustrialisierung nun wieder eröffnet – und das mit einem modernen, zeitgemäßen Konzept“, erklärt Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. „Damit wird das Ensemble hier am Engelsgarten wieder komplett, das wunderschön sanierte Engels-Haus und die Remise rücken nun enger zusammen. Mit der neuen Konzeption machen wir ein Angebot an Menschen allen Alters, sich mit der Geschichte der Industrialisierung und der Geschichte Wuppertals zu befassen. Die Ausstellung kombiniert dabei geschickt historische Ausstellungsstücke mit multimedialen Präsentationen, so dass die Besucherinnen und Besucher sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von den Zuständen vergangener Zeiten machen können.“
Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen
Dr. Lars Bluma, Direktor Museum Industriekultur Wuppertal: „Die Industrialisierung, die vor mehr als 200 Jahren begann, setzte die Menschen enormen Veränderungen in allen Bereichen ihres Lebens aus. Auch heute leben wir wieder in einer Phase, die bereits enorme Veränderungen gebracht hat und noch bringen wird. Können wir aus der Geschichte der Frühindustrialisierung des Wuppertals, wie die Menschen in vergangenen Zeiten auf die einschneidenden Veränderungen reagiert haben, etwas für das Verständnis und den Umgang mit der Gegenwart und unserer Zukunft lernen? ich glaube: Ja. Darin sehe ich eine zentrale Aufgabe des Museums für Frühindustrialisierung, dadurch erhält es eine Relevanz, die weit über eine lokale Stadtgeschichte hinausgeht.“
Die neu gestaltete Ausstellung zeigt, wie sich das Wuppertal zu einem frühen industriellen Zentrum entwickelte. Thematisiert werden technische Innovationen ebenso wie die tiefgreifenden Veränderungen von Arbeit, Alltag und Gesellschaft. Dabei setzt das Museum auf eine anschauliche und zugängliche Vermittlung, die historische Inhalte mit aktuellen Fragestellungen verbindet – barrierefrei, klassisch und multimedial.



